Willkommen auf Stefan Engelhardt’s Website.

 

Wie sie sehen, sehen sie (fast) nichts

Diese Seite hat lediglich den Zweck, mich der VATSIM-Community vorzustellen. Wer nicht weiß, was VATSIM ist, hat hier sowieso nichts verloren.

Also...

Ich bin 1999 zu VATSIM (damals noch SATCO) gekommen, sozusagen im Schlepptau von Andy Holton, mit dem ich mich zunächst in der FIR Schweiz niedergelassen habe. Dabei habe ich noch mit Leuten der ersten Stunde des Online-Fliegens in Deutschland zu tun gehabt: Jan Pemöller, Michael Hepperle, Andy Würde, Michael Kuppe, Peter Phillip.

 

Diese erste Zeit war schon recht abenteuerlich, denn außer einem Sektor-File für ganz Deutschland/Schweiz/Österreich gab es nichts, aber auch rein garnichts. Also habe ich mich erst einmal in die Erstellung von Sektor-Files für den ProController eingearbeitet und Tools geschaffen, um das etwas zügig erarbeiten zu können. Der Flugsimulator war für mich schon immer ein Spielfeld für meine Programmierkenntnisse, geflogen bin ich relatv wenig damit. So habe ich schon den Flugweg aus dem FS3 auf einem Bildschirm dargestelltund auf einem Plotter aufgezeichnet. Und wer weiß, wenn ich damals schon den Weitblick besessen hätte, das damals aufkommende Internet einzubeziehen, dann...

Von Voice war damals auch noch nicht die Rede, alles lief über Text. Die Text-Aliase haben mich schon immer genervt, und so habe ich mir Tools geschaffen, mit Mausklicks allein ganze Konversationen abzuwickeln. 

Damals ist auch die Idee entstanden, ein eigenes Tool zwischen das Netzwerk und den Procontroller einzuschleifen, das dann später zu dem Tool “C-Shuttle” geführt hat, das eine Zeitlang eine beliebte Alternative zu PCProxy war. Rein technisch ist eine solche Vorgehensweise heute nicht mehr möglich, darum mußte ich die weitere Entwicklung einstellen.

Meine Programmierkenntnisse konnte ich dennnoch voll ausleben. Der Traffic in der Schweiz war damals nicht berauschend und die Tatsache, daß dort, wo viel Traffic ist, noch mehr hinzukommt, war damals schon klar. Also haben wir Flüge automatisiert. Das gipfelte eines abends in einer Luftbrücke von Genf nach Zürich, daß Michael Hepperle einen Aufruf per ATC-Chat erließ, in der Schweiz ist so viel Traffic, man müsse den Schweizer Controllern doch zu Hilfe kommen. Ich konnte ihn dann beruhigen, ohne die Ursache hinter dem Traffic offenzulegen

Ein gewisser Höhepunkt war dann das Chaos-Event. Reto Bohrer (damals Controller in der Schweiz) hatte die Idee, ob es nicht möglich sei, die Piloten per Chat aufzufordern, Störungen in ihren Flugzeugen anzunehmen und entsprechend zu reagieren (Notruf absetzen, Ausweichflughafen ansteuern etc.) Mir kam sofort der Gedanke, warum sollen die Piloten Störungen annehmen, wir verpassen ihnen einfach welche. Möglich war das durch Einsatz des FSUIPC-Tools, mit dem man von einem selbstgeschriebenen Programm aus Einfluß auf das Verhalten des Flugsimulators nehmen kann. So war es möglich, dem Piloten zu jedem beliebigen Zeitpunkt z.B. ein Triebwerk wegzunehmen. Unterstützt wurde das durch einen Soundfile, der Explosionsgeräusche und ein lautes Signalhorn einspielte. Und dann haben wir noch ein starkes chütteln des Flugzeugs erreicht, wobei ich heute selbst nicht mehr weiß, wie wir das gemacht haben. Weitere Störungen waren schleichender Treibstoffverlust um die Aufmerksamkeit der Piloten zu testen, klemmendes Fahrwerk und natürlich Systemausfälle jeder Art.

 In weitere Höhepunkt aus dieser Zeit war das CAT-III-Event, bei dem Andy Holton federführend war. Wir waren im Besitz einer Kopie der Serversoftware und konnten diese so anpassen, dass wir regional ein Wetter simulieren konnten, das CAT-III-Bedingungen entsprach.

Ebenfalls zu erwähnen ist noch das Swiss-TGT-Event (TGT= Touch and Go), bei dem ebenfalls Andy Holton federführend war. Dabei ging es darum, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Plätze in den Schweizer Alpen anzufliegen.

Ohne spezielle Tricks und ohne Events hielt sich der Traffic in der Schweiz dennoch in engem Rahmen und das wurde dann doch etwas langweilig.

 Nach einer kurzen Stippvisite als Controller in München ist mir dann aufgefallen, daß im Luftraum um Berlin praktisch nichts los war. Also habe ich Sektorfiles für EDBB, GND-Files für Tegel, Tempelhof und Schönefeld ersteltl und mich ziemlich allein als EDBB_CTR etabliert. Damals war dafür noch kein bestimmtes Rating erforderlich, trotzdem wäre das nach heutigen Maßstäben schon möglich gewesen, denn ich habe mein C1-Rating aus der Schweiz mitgebracht. Kaum in Berlin on-line gegangen, kam auch schon Jörg Hänsel und maulte mich an, meine MAREM-Procedure für Dresden sei falsch. War sie dann auch, denn die Beschaffung von Real-Life-Informationen war damals das größte Problem.

 

Und so entstand eine jahrelange hervorragende Zusammenarbeit zwischen Jörg und mir. Die Tatsache, daß ich schon ein C1-Rating hatte, hat dann bei der Ernennung von FIR-Chiefs den Ausschlag für mich gegeben, aber ich habe dann Jörg gleich als Deputy ins Boot geholt. Die nachfolgende Zeit war dann weniger technisch geprägt, sondern wir haben insbesondere durch häufige Besetzung von EDBB-CTR und Tegel-TWR Verkehr nach Berlin gebracht. Natürlich haben wir nie den Traffic von Frankfurt erreicht, aber mit den anderen FIRs konnten wir mithalten.

Für mich kam dann die Zeit, wo familiäre Prioritäten die Oberhand bekamen und ich mein Online-Engagement reduzieren mußte. Und da Jörg ohnehin damals schon legendäre Online-Zeiten hatte, lag es auf der Hand, die FIR-Führung an ihn abzugeben. Sie wurde er FIR-Chief und SAG7 und ich sein Deputy (SAG17).

Leider hat auch diese Maßnahme nicht ausgereicht, meine familiären Verpflichtungen meinen Kindern (2 Jungs, Zwillinge) gegenüber zu erfüllen und so mußte ich mich von diesem Hobby erstmal ganz verabschieden. Meine Jungs sind Gokart gefahren und so bin ich erstmal Gokart-Trainer und dann Jugendleiter in einem Motorsportverein geworden. wer will kann ja mal hier schauen: www.amc-pfaffenweiler.net

 Ach ja, eine Beruf hatte ich noch :-))

Nachdem ich jetzt in Altersteilzeit bin und meine Jungs mich bei ihren sportlichen und sonstigen Aktivitäten nicht mehr brauchen oder nicht mehr dabei haben wollen, ergibt sich nun die Möglichkeit, wieder bei VATSIM einzusteigen.

 

Dann sehen wir mal... 

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